Einsatzabteilung und Einsatzablauf
Die Einsatzabteilung
Die Einsätze der Feuerwehren werden immer komplexer. Schon lange wird nicht mehr nur zum klassischen Feuerlöschen ausgerückt, vielmehr stehen Hilfeleistungen vom kleinen bis großen Umfang auf dem Einsatzplan. Die Einsatzschwerpunkte in der Gemeinde Dötlingen liegen mit 70% bei den Hilfeleistungen, 30% bei den Brandeinsätzen. Die stetige Steigerung der Anzahl der Hilfeleistungseinsätze ist nicht zuletzt auf die extremen Wetterlagen zurückzuführen. Verkehrs- und Betriebsunfälle fließen in diese Einsatzkategorie auch mit ein.
Der Einsatzablauf
Hier soll einmal die Gelegenheit genutzt werden, den Ablauf eines Einsatzes zu beschreiben.
Nachdem die Rettungsleitstelle in Ganderkesee über den Notruf 112 von einem Unglück in Kenntnis gesetzt worden ist, schreibt der diensthabende Disponent alle alarmierungsrelevanten Daten in das Alarmierungsprogramm. Das Programm schlägt die zu alarmierende Ortsfeuerwehr vor, danach wird die Alarmierung durchgeführt. Daraufhin piepen die digitalen Funkmeldeempfänger eines jeden Feuerwehrkameraden, auch die Sirenen heulen auf. Die Sirene hat dabei zweierlei Bedeutung. Zum einen, wie es die meisten bestimmt wissen, werden die Einsatzkräfte damit alarmiert. Zum anderen werden aber auch die Bewohner der Gemeinde damit gewarnt. Sie werden darauf hingewiesen, dass es gleich ein bisschen hektisch im Ort werden kann. Nachdem die Einsatzkräfte mit dem Fahrrad, mit dem Auto oder gar zu Fuß zum Feuerwehrhaus geeilt sind, werden zunächst der Einsatzort und das Einsatzstichwort erfragt. Erst dann wird festgelegt, welches Fahrzeug zuerst ausrückt. In der Gemeinde Dötlingen ist es im Regelfall das Tanklöschfahrzeug. Mit Martinshorn und Blaulicht geht es dann los zum Einsatzort. Und haben Sie als Bürger bitte Verständnis, wenn auch mal nachts das Martinshorn heult. Aus versicherungstechnischen Gründen sind wir dazu verpflichtet mit Vollalarm zu fahren. Ab und zu hat man auch mal einen PKW – Fahrer vor sich, der es noch nicht bemerkt hat, dass ein Einsatzfahrzeug von hinten herannaht.
Am Einsatzort angekommen, werden - wie im Übungsdienst gelernt - die Arbeiten aufgenommen. Meist werden schon während der Anfahrt Aufgaben verteilt, um so ein noch schnelleres Handeln zu gewährleisten. Die Atemschutzgeräteträger haben schon während der Einsatzfahrt die Möglichkeit, sich die Atemschutzgeräte anzulegen, da diese im Mannschaftsraum des Fahrzeuges in Gestellen untergebracht sind.
Ist der Einsatz abgeschlossen, kehren die Einsatzkräfte zu ihren Standorten zurück. Dort werden die Fahrzeuge wieder in Einsatzbereitschaft versetzt.