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Fahrzeuge und Ausrüstung

alle Feuerwehrfahrzeuge
Alle Ortsfeuerwehren der Gemeinde Dötlingen haben den gleichen Auftrag: die Brandbekämpfung und die Hilfeleistung. Deshalb verfügt jede Feuerwehrfrau und jeder Feuerwehrmann über eine persönliche Schutzausrüstung, die von der Gemeinde Dötlingen bei Eintritt in die Feuerwehr zur Verfügung gestellt wird. Diese besteht aus einem Feuerwehrhelm, einer NOMEX- Feuerwehrjacke, einer dreilagigen NOMEX Feuerwehrhose mit Kniepolster, Handschuhen und Stiefeln. Um stets ausreichend und einwandfreie Kleidung vorrätig zu haben, wurde in diesem Jahr die Gemeindekleiderkammer für alle drei Wehren in Brettorf eingerichtet. Aufgrund der Gleichheit der Dötlinger Feuerwehren verfügen alle über den gleichen Fahrzeugbestand.  Überall stehen zum Schutz der Bürger ein Tanklöschfahrzeug (TLF), ein Löschgruppenfahrzeug (LF) und ein Mannschaftstransportwagen (MTW). Die Tanklöschfahrzeuge der Dötlinger und Neerstedter Ortsfeuerwehr wurden 2004 bzw. 2005 neu beschafft. Es wurden die 29 und 34 Jahre alten Tanklöschfahrzeuge ersetzt.
Zusätzliche Aufgaben wurden der Ortsfeuerwehr Neerstedt übertragen. Für die erweiterte technische Hilfeleistung wurde in Neerstedt ein Gerätewagen mit Zusatzbeladung (GW-Z) vorgehalten. Mit dem neuen TLF wurde der alte GW-Z abgeschafft, so dass dessen Beladung auch auf dem neuen TLF verladen wurde. Sozusagen verfügt die Feuerwehr Neerstedt über ein Hilfeleistungstanklöschfahrzeug (HTLF).
Auf einem ausschwenkbaren Gestell sitzt ein Hydraulikaggregat mit 40 t Schneidkraft. Drei Rettungszylinder in verschiedenen Längen und ein Pedalkneifer gehören dazu. Um ein Umstecken der Gerätschaften zu vermeiden, wurde eine zusätzliche Hydraulikhaspel angeschafft. Diese kann zusätzlich an das Aggregat angeschlossen werden, um einen Rettungszylinder oder den Pedalkneifer einzusetzen. Die Tanklöschfahrzeuge verfügen über einen eingebauten Wassertank, Schaummittel, Atemschutzgeräte, B- und C-Schläuche, Motorensägen, Beleuchtungsmittel und Steckleitern. Zur effektiven Brandbekämpfung befinden sich auf den TLF’s Hohlstrahlrohe. Diese besondere Art der Strahlrohre zerstäuben das Wasser in allerkleinste Tröpfchen. So kann mehr Hitze aufgenommen werden, ein Löscherfolg ist früher erkennbar. Auf dem Dötlinger TLF ist zusätzlich die Wärmebildkamera der Gemeinde Dötlingen stationiert. Die Kamera hat bereits bei einigen Einsätzen gute Dienste geleistet, bereits bei Ihrem ersten Einsatz konnte ein Schwelbrand schnell erkannt und gelöscht werden. Die Ausbildung auf diese Kamera findet für die Atemschutzgeräteträger gemeindeeinheitlich statt. So wurden bereits im Brandhaus der Landesfeuerwehrschule in Loy die Einsatzmöglichkeiten der Kamera explizit erprobt und damit geübt.
Nicht nur die Kamera dient zum Schutz der Atemschutzgeräteträger in einem Brandeinsatz, sondern auch die neu angeschafften elektronischen Atemschutzüberwachungen und die Totmannmelder. Im Jahr 2007 wurden für alle Ortsfeuerwehren der Gemeinde Dötlingen  insgesamt 26 Notsignalgeber angeschafft.
Die neuen Notsignalgeber sichern den Einsatz der Atemschutzgeräteträger doppelt ab.
Zum einen arbeitet das Gerät als reiner Notsignalgeber, denn das Gerät löst nach einer bestimmten Zeit der Bewegungslosigkeit des Kameraden einen sich wiederholenden akustischen Ton und einen optischen Alarm aus.
Der Alarm kann auch manuell vom Atemschutzträger ausgelöst werden, wenn er sich in einer Notsituation befindet. Somit kann der im Atemschutzeinsatz immer bereitstehende Sicherungstrupp, die in Not befindlichen Kameraden schnell auffinden. Die zweite Funktion bezieht sich auf die im Atemschutzeinsatz immer mehr in den Vordergrund rückende thermische Belastung im Innenangriff.
Der Notsignalgeber hat hierfür einen eingebauten Temperatursensor, der bei einer bestimmten Temperatur- und Zeiteinwirkung Alarm auslöst. Die eingestellten Temperaturschwellen und Einwirk- / Reaktionszeiten sind auf die Bauteile der Atemschutzgeräte sowie deren Funktion abgestimmt, damit diese keiner zu hohen Temperatureinwirkung ausgesetzt werden und ggf. hierbei ihre Funktion verlieren.
Diese Absicherung entbindet den Atemschutzgeräteträger aber nicht von seiner eigenen Verantwortung, sich bei thermischer Überbelastung des Körpers bereits vorher zurückzuziehen. Neben den Totmannmeldern besitzen die Feuerwehren der Gemeinde Dötlingen eine elektronische Atemschutzüberwachung.
Mit dieser Box ist es möglich, eine papierlose Atemschutzeinsatzdokumentation zu führen.
Jeder Atemschutzgeräteträger erhielt einen Chip, auf dem der jeweilige Name des Trägers gespeichert ist. Dieser Chip wird an den Lesekopf der Box gehalten und registriert. So werden die einzelnen Trupps zusammengestellt und anschließend in Einsatz-, Sicherheits- oder Bereitstellungstrupp eingeteilt. Sämtliche Einstellungen bezüglich Einsatzzeit und Flaschengröße sind in der Box voreingestellt und werden automatisch berücksichtigt. So schlägt die Box Alarm, sobald die Einsatzzeit unter ein gewisses Minimum fällt. Nach Abfrage des Flaschendrucks während eines Einsatzes ist dieser korrigierbar. Daraufhin wird eine neue verbleibende Resteinsatzzeit automatisch berechnet. Nach einem Einsatz wird die gesamte Dokumentation, die auf der Box gespeichert ist, auf einen PC heruntergeladen, Einsatzort und Einsatzleiter hinzugefügt und anschließend ausgedruckt und zu den Akten gelegt. Die persönliche Schutzsausrüstung der Atemschutzträger wird permanent erweitert. In Kürze werden Atemschutzholster mit Rettungsschere, sowie Bandschlingen zur Personenrettung angeschafft. Auf den Löschgruppenfahrzeugen befinden sich hauptsächlich Schlauchmaterial und Geräte zur „kleinen“ technischen Hilfeleistung, z.B. für Einsätze bei Sturm oder Auspumpen von Kellern. Darunter fallen auch Beleuchtungsmaterial und Motorensägen.
Die LF’s der Feuerwehren Dötlingen und Brettorf verfügen über eine Frontpumpe und eine im Geräteraum eingeschobene tragbare Pumpe, eine sog. Tragkraftspritze. Diese ist unabhängig vom Fahrzeug an Wasserentnahmestellen bedienbar. Das Neerstedter Löschgruppenfahrzeug verfügt über ein zweites kleineres Hilfeleistungsgerät und über einen eingebauten 1200 Liter Wassertank. Somit ist eine eingeschränkte Abarbeitung einer technischen Hilfeleistung, also Verkehrsunfall, weiterhin möglich, wenn das TLF zu Wartungsarbeiten nicht verfügbar sein sollte.