Zur Geschichte der Gemeinde Dötlingen
Die eiszeitliche Entstehung
unserer Heimat ist erkennbar an der leicht hügeligen Landschaft, die sich im Verlaufe von mehreren Kaltzeiten/Eiszeiten zwischen 600.000 und 12.000 v. Chr. ergeben hat. Nach dem Abschmelzen der riesigen Eismassen entstand zunächst eine Tundra mit Flechten, Moosen, Heide und zunehmend auch Birken. Während sich im Umfeld der "Wildeshauser Geest" riesige Moore entwickelten, wuchs in unserem nicht so feuchten Bereich immer mehr Laubwald heran.
In der Quadratmeile der Prähistorie
befindet sich die Gemeinde Dötlingen. Großsteingräber der Jungsteinzeit (etwa 4.000 - 1.800 v. Chr.) sind Zeugen einer frühen Besiedlung dieses Gebietes. Sie wurden erbaut, als aus nomadisierenden Jägern und Sammlern der Altsteinzeit, die noch Gletscher der Eiszeit kennengelernt hatten, seßhafte Bauern geworden waren. Funde aus dieser Zeit, wie etwa Feuersteinbeile, Äxte und Klingen sind im Museum für Naturkunde und Vorgeschichte in Oldenburg zu besichtigen.Die ältesten Spuren menschlichen Daseins indes wurden am heutigen Ufer des Flusses Hunte bei Glane gefunden: Klingenschaber, Stichel und Zinken wurden vor rund 20.000 Jahren von Rentierjägern hergestellt.
Ein Ort namens Thutelingen
findet in den Geschichtsbüchern erstmals im Jahre 1203 Erwähnung. Der Ort war zu dieser Zeit wahrscheinlich eher unbedeutend und bestand nur aus einer handvoll Gehöften. Letzentlich gehört Dötlingen - wie es später genannt wurde - zu den ältesten Orten im Oldenburger Land.
Die folgenden Jahrhunderte
waren für die Dötlinger Bürger ein dauerndes Hin- und Her in Bezug auf die politische Zugehörigkeit zwischen Oldenburg, Delmenhorst und Dänemark. Wegen der damals üblichen Heirat zwischen regierenden Fürsten- und Königshäusern gehörte Dötlingen für ganze vier Tage sogar einmal zum Reich der russischen Zarin Katharina der Großen. Sie hat aber schnell gemerkt, dass dieses kleine Dötlingen zu weit von Petersburg entfernt war und übertrug die Herrschaft an einen ortsansässigen Verwandten. Der übertrug die Herrschaft 1785 an Peter Friedrich Ludwig, Herzog zu Oldenburg.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde auch dem Lande Oldenburg, zu dem auch Dötlingen gehörte, die Selbstständigkeit wieder gegeben. Da die britische Militärregierung den Zusammenschluss norddeutscher Länder forderte, entstand am 01.11.1946 das Land Niedersachsen.
Die Gemeinde ist somit in ihrer wechselvollen Geschichte den verschiedensten Einflussnahmen von Staat und Kirche ausgesetzt gewesen. In ihrer jetzigen Form existiert sie seit 1933.